Werbung in ChatGPT: So funktionieren ChatGPT Ads

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Künstliche Intelligenz verändert, wie Menschen Informationen suchen, Produkte vergleichen und Kaufentscheidungen vorbereiten. Mit ChatGPT Ads testet OpenAI ein Werbeformat direkt in ChatGPT. Für Unternehmen stellt sich damit die Frage, wie diese neue Werbemöglichkeit funktioniert, welche Datenschutzaspekte wichtig sind und was sie für das Online-Marketing bedeutet.

In diesem Artikel erfahren Sie, was über ChatGPT Ads bekannt ist, welche Möglichkeiten und Grenzen das Format hat und wie Sie Ihre Webseite weiterhin für Suchmaschinen und KI-gestützte Informationssuche optimieren können.

Was ist Werbung in ChatGPT?

ChatGPT Ads bezeichnet bezahlte Anzeigen, die innerhalb der ChatGPT-Oberfläche erscheinen können. OpenAI testet dieses Werbeformat, um den Zugang zu ChatGPT weiterhin zu finanzieren und auszubauen.

Die Anzeigen werden getrennt von den regulären Antworten dargestellt und als Werbung gekennzeichnet. Laut OpenAI beeinflussen bezahlte Anzeigen die Antworten des KI-Modells nicht. Eine Anzeige bedeutet auch nicht, dass OpenAI das beworbene Unternehmen oder dessen Produkte empfiehlt.

Ob eine Person Anzeigen sieht, hängt unter anderem vom verwendeten Tarif, der Berechtigung des Kontos und der Verfügbarkeit des Tests in der jeweiligen Region ab. Laut OpenAI können Anzeigen in den Tarifen Free und Go erscheinen. In den Tarifen Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu werden keine Anzeigen geschaltet. Auch Konten, die Personen unter 18 Jahren zugeordnet werden, erhalten keine Anzeigen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Bedingungen finden Sie in den offiziellen Informationen von OpenAI zu Anzeigen in ChatGPT.

Wie funktioniert Werbung in ChatGPT?

ChatGPT Ads unterscheidet sich von klassischen Suchanzeigen, da die Werbung innerhalb einer Unterhaltung mit einer KI erscheinen kann. Die Auswahl einer Anzeige kann sich laut OpenAI am aktuellen Chat-Thema sowie an grundlegenden Kontextinformationen wie der ungefähren Region oder der Sprache orientieren.

Für die Schweiz gibt es dabei eine wichtige Einschränkung: OpenAI gibt an, dass personalisierte Anzeigen im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zunächst nicht verfügbar sind. Aussagen über eine Auswahl anhand früherer Chats oder gespeicherter Erinnerungen sollten deshalb nicht pauschal auf Schweizer Nutzerinnen und Nutzer übertragen werden.

Die Anzeigen erscheinen getrennt von den Antworten und werden als gesponsert gekennzeichnet. Die konkrete Platzierung und Verfügbarkeit kann sich während der Testphase weiterentwickeln. Unternehmen sollten daher nicht davon ausgehen, dass jede Unterhaltung, jeder Tarif oder jede Region gleich behandelt wird.

Datenschutz und Privatsphäre

Bei Werbung in KI-Systemen ist der Umgang mit Nutzerdaten ein wichtiger Aspekt. Laut OpenAI erhalten Werbetreibende keinen Zugriff auf die Chatverläufe, gespeicherten Erinnerungen, den Namen, die E-Mail-Adresse oder die IP-Adresse der Nutzerinnen und Nutzer. Stattdessen stellt OpenAI zusammengefasste Leistungsdaten zur Verfügung, beispielsweise die Gesamtzahl der Anzeigenaufrufe oder Klicks.

Diese Angaben beschreiben die von OpenAI kommunizierte Funktionsweise. Sie sind keine unabhängige Prüfung sämtlicher Datenverarbeitungen und sollten nicht als pauschale Garantie für alle denkbaren Datenschutzfragen verstanden werden.

Für Unternehmen in der Schweiz gilt: Wer digitale Werbung plant, sollte die jeweils anwendbaren Datenschutz- und Werbevorschriften berücksichtigen. Welche Pflichten im konkreten Fall gelten, hängt unter anderem von der eingesetzten Technologie, den verwendeten Daten und der jeweiligen Verarbeitung ab. Aus der Funktionsbeschreibung von ChatGPT Ads allein lässt sich keine abschliessende rechtliche Beurteilung ableiten.

OpenAI beschreibt zudem Einstellungen, mit denen berechtigte Nutzerinnen und Nutzer ihr Werbeerlebnis verwalten können. Welche Optionen angezeigt werden, hängt von der Region und der Verfügbarkeit der Anzeigenfunktion ab. Die aktuellen Angaben finden Sie im OpenAI Help Center.

ChatGPT Ads im Vergleich zu Google und Meta

Google Ads, Meta Ads und ChatGPT Ads sind unterschiedliche Werbeumfelder. Sie unterscheiden sich unter anderem darin, wo Anzeigen erscheinen, wie Menschen mit ihnen in Kontakt kommen und welche Möglichkeiten Werbetreibende für die Aussteuerung und Erfolgsmessung erhalten.

  • Google Ads: Anzeigen können beispielsweise im Zusammenhang mit Suchanfragen oder auf anderen Werbeflächen im Google-Netzwerk erscheinen.
  • Meta Ads: Anzeigen werden unter anderem in den Plattformen und Werbeumfeldern von Facebook und Instagram ausgespielt.
  • ChatGPT Ads: Anzeigen können innerhalb der ChatGPT-Oberfläche erscheinen und damit in einem Umfeld, in dem Nutzerinnen und Nutzer Fragen stellen oder Informationen verarbeiten.

Aus diesen Unterschieden lässt sich nicht ableiten, dass ein Kanal grundsätzlich besser funktioniert als ein anderer. Die Eignung hängt von der Zielgruppe, dem Angebot, den Kampagnenzielen, dem verfügbaren Budget und den tatsächlich verfügbaren Werbefunktionen ab.

Da sich ChatGPT Ads weiterentwickelt, sollten Unternehmen die aktuellen Bedingungen und Messmöglichkeiten direkt bei OpenAI prüfen, bevor sie Kampagnen planen oder Budgets festlegen.

Was bedeutet ChatGPT-Werbung für Unternehmen?

ChatGPT Ads kann für Unternehmen ein zusätzliches Werbeumfeld werden. Ob sich der Einsatz lohnt, lässt sich jedoch nicht allein aus der Verfügbarkeit des Formats ableiten. Entscheidend sind die erreichbare Zielgruppe, die Kosten, die Kampagnenziele und die messbaren Ergebnisse.

Für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ist wichtig, zwischen der Möglichkeit, Anzeigen als Nutzerin oder Nutzer zu sehen, und der Möglichkeit, selbst Anzeigen zu buchen, zu unterscheiden. Das sind zwei verschiedene Fragen.

OpenAI führt die Schweiz aktuell als Land auf, in dem der Self-Service-Zugang zum Ads Manager verfügbar ist. Da sich die Verfügbarkeit ändern kann und weitere Bedingungen gelten können, sollten Unternehmen vor der Planung die aktuelle Länderliste und die Zugangsvoraussetzungen für den Ads Manager prüfen.

Wer das Format testen möchte, sollte zunächst ein klares Kampagnenziel definieren. Dazu gehören beispielsweise die gewünschte Zielgruppe, eine passende Landingpage und nachvollziehbare Kennzahlen. Erst anhand realer Kampagnendaten lässt sich beurteilen, ob der Kanal zum eigenen Angebot passt.

SEO und Sichtbarkeit in KI-Systemen

Bezahlte Anzeigen und Suchmaschinenoptimierung verfolgen unterschiedliche Ansätze. Werbung kann bezahlte Sichtbarkeit schaffen, während SEO darauf abzielt, die organische Auffindbarkeit einer Webseite in Suchmaschinen zu verbessern.

Auch unabhängig von ChatGPT Ads lohnt es sich für Unternehmen, ihre Webseite klar und verständlich aufzubauen. Dazu gehören hilfreiche Inhalte, eine logische Seitenstruktur, aussagekräftige Seitentitel, technisch gut erreichbare Inhalte und Informationen, die zur Suchintention der Zielgruppe passen.

Solche Grundlagen können dazu beitragen, dass Inhalte leichter verstanden und verarbeitet werden. Sie garantieren jedoch weder eine bestimmte Position in Suchmaschinen noch eine Erwähnung in Antworten von KI-Systemen.

Unternehmen sollten SEO, bezahlte Werbung und weitere Marketingmassnahmen deshalb als unterschiedliche Bausteine betrachten. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von den individuellen Zielen und den verfügbaren Ressourcen ab.

Fazit: Werbung in ChatGPT richtig einordnen

ChatGPT Ads erweitert die Möglichkeiten digitaler Werbung um ein Umfeld, in dem Menschen mit einer KI interagieren. OpenAI beschreibt klare Regeln zur Kennzeichnung von Anzeigen, zur Trennung von Werbung und Antworten sowie zum Umgang mit Nutzerdaten. Gleichzeitig befindet sich das Angebot in einer Phase, in der Verfügbarkeit und Funktionen weiterentwickelt werden können.

Für Schweizer Unternehmen empfiehlt es sich, die offiziellen Angaben zur Verfügbarkeit regelmässig zu prüfen und rechtliche Fragen unabhängig von allgemeinen Produktbeschreibungen zu beurteilen. Ob ChatGPT Ads für ein Unternehmen geeignet ist, sollte anhand der konkreten Ziele, Kosten und Ergebnisse entschieden werden.

Eine solide Webseite bleibt dafür eine wichtige Grundlage: Sie sollte verständliche Informationen zum Angebot bereitstellen, technisch zuverlässig funktionieren und den Besucherinnen und Besuchern einen klaren nächsten Schritt ermöglichen.